Die Arbeit untersucht die gebaute Geschichte und konstruktive Struktur eines Gründerzeithauses sowie dessen topographisch prägnanten Grundstücks. Während Teile des Gebäudes von Abbruch und Überformung bedroht sind, verfolgt der Entwurf einen minimalinvasiven Umgang mit der vorhandenen Substanz.
Das implementierte Nutzungskonzept folgt dem Genius Loci und sieht Wohnen in Kombination mit urbaner Lebensmittelproduktion vor. Durch Anbau, Verarbeitung und Veräußerung von Lebensmitteln wird leistbarer Wohnraum unterstützt, der Menschen aus prekären Wohnverhältnissen, Auszubildenden, sowie an einem integrativen Hausprojekt Interessierten, ein Zuhause bieten soll. Im engen Dialog mit der gründerzeitlichen Struktur wird das Wohnhaus so als sozialer Ort weitergedacht. Dabei ist die Entwicklung von geteilten Räumen sowie gemeinschaftlichen Wohntypologien von zentraler Bedeutung. Um Austausch und Sichtbarkeit zu ermöglichen, fungiert das Grundstück als eine Art Stadtbaustein, mit teils öffentlichen Nutzungen (Community Kitchen/ Workshopfläche) und der Erschließung einer kaum genutzten innerstädtischen Grünfläche (Seminargarten).
Diplomarbeit im Rahmen des Diplomand*innenseminars: Neues Wohnen im Bestand





